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29.11.08 FÜR EINE GUTE ZUKUNFT ...

Zugegeben, der Leineberg ist in die Jahre gekommen. Das Wohngebiet wurde in den 60er Jahren zu Zeiten großer Wohnungsnot in Göttingen aus dem Boden gestampft. Heute gibt es hier einigen Erneuerungsbedarf.

Dabei hat dieser Stadtteil eine Menge zu bieten, wie es SPD-Ratsherr und Leineberg-Bewohner Dr. Klaus-Peter Hermann formuliert: Wohnraum in Größe und Preis gut durchmischt, viel Grün, Kindertagesstätten und -gärten, eine erstklassige Schule, tolle Spielplätze, ein städtisches Kinderhaus, das Jugendzentrum am Gartetalbahnhof, sportliche Aktivitäten und die Nähe zur Innenstadt, um nur einige Punkte zu nennen.

 
Kinder
 

Nicht erst ein provozierend negativer Artikel in der örtlichen Tagespresse habe es deutlich gemacht: Viele Leineberger stehen uneingeschränkt zu ihrem Stadtteil und haben dies mittels Leserbrief auch kundgetan. Natürlich wünschen sich zahlreiche Bürger mehr direkte Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten, aber wie leider in so vielen Teilen Göttingens gibt es am Leineberg keine eigene Bürgervertretung wie etwa einen Ortsrat.

Die privat initiierte Stadtteilrunde Leineberg kann das nach Klaus-Peter Hermanns Beobachtung allein nicht auffangen. Eine besondere Rolle als kulturelles und soziales Zentrum des Leinebergs spielt seit vielen Jahren die evangelische Thomaskirche. Dies hat auch der Göttinger Stadtrat mehrheitlich so gesehen, als er sich auf Initiative der SPD-Stadtratsfraktion bei der Landeskirche in Hannover für den Erhalt der auf Grund von Sparzwängen in seinem Bestand gefährdeten Kirchengemeinde mit ihrer Pfarrstelle eingesetzt hat. Parallel dazu unterstützen die Sozialdemokraten die Stadtverwaltung bei ihren Bemühungen um Fördermittel, um gemeinsam mit der Kirchengemeinde eine wohnortnahe Betreuung älterer Mitbewohner einzurichten. Durch ein entsprechendes
Umfeld soll es den Menschen ermöglicht werden, solange wie möglich sicher und versorgt in ihrer angestammten Wohnumgebung zu verbleiben.

Dazu gehört auch die Sicherung der Nahversorgung. Die SPD-Fraktion beobachtet die kritische Situation im Einkaufszentrum Allerstraße mit Sorge und denkt intensiv über tragfähige Alternativen nach. Die Städtische Wohnungsbau-Gesellschaft wird in nächster Zeit mit umfangreichen Sanierungsarbeiten im Wohnbestand am Leineberg beginnen und damit die Wohnungen den geänderten Ansprüchen der heutigen Zeit anpassen.

Seit dem vergangenen Jahr ist der Leineberg auch Bestandteil eines interdisziplinären Forschungsvorhabens. Unter dem komplizierten Titel „Nachfrageorientiertes Nutzungszyklusmanagement“ sollen unter Einbeziehung von Wohnungseigentümern, Wohnungsbaugesellschaften, Mietern und Investoren zunächst eine Analyse und dann Handlungsmöglichkeiten für die Instandsetzung, Modernisierung und Weiterentwicklung des Stadtteils Leineberg aufgezeigt werden.

„Ich wohne seit über 40 Jahren gern am Leineberg“, bestätigt SPD-Ratsherr Dr. Klaus-Peter Hermann, „und ich werde alles daran setzen, dass dieser Stadtteil eine gute Zukunft hat“.

Quelle: RATHAUS AKTUELL, Ausgabe Nr. 23 - 3/2008