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  BÜRGERFORUM - 02. MAI 2011 ...  
 

02.05.2011 BÜRGERFORUM AM LEINEBERG ...

Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Meyer begrüßte um 18 Uhr unerwartet viele Besucher des Bürgerforums in der Aula der Leinebergschule und stellte die Teilnehmer des Forums und die Themenliste vor. Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Göttingen und Stadtentwicklung (GWG) erläuterte anschließend das Projekt Güterverkerkehrszentrum GVZ III auf dem Siekanger und verwies auf die Chancen, die sich dabei für den Standort Göttingen ergeben würden. Stadtbaurat Thomas Dienberg verdeutlichte anhand des Bebauungsplans die Lage und das Ausmaß des 35 ha großen Logistikzentrums westlich des Leinebergs.
In den folgenden, zahlreichen Redebeiträgen zeigten sich die Leineberger sichtlich verstimmt über die mangelnde Kommunikation zwischen Politik, Verwaltung und Bürger, sowie über das zusätzliche Ausmaß an Beeinträchtigungen, wie Lärm- und Feinstaubemissionen, wie sie durch das Logistikzentrum entstehen würden. Nach Einschätzung der Anwohner überschreite die Lärmemission durch den Güterbahnverkehr ohnehin schon längst die zulässigen Grenzwerte. Ein weiteres Treffen zum Thema Lärm soll daher mit Vertretern der Bahn stattfinden. Grundsätzlich wurde aber auch in Frage gestellt, ob die Werthaltigkeit des Vorhabens GVZ III überhaupt gegeben sei, da die entstehenden neuen Arbeitsplätze ja im Niedriglohnsektor angesiedelt seien und mit den einhergehenden Nachteilen des Projekts auch die Lebensqualität in den angrenzenden Wohngebieten vermindert werde.
Zum Themenpunkt Forensik stellte Dr. Dirk Hesse, wie bereits beim Leinebergforum im Stadtteilbüro geschehen, den Ersatzneubau des Festen Hauses vor. Der Standort soll nun doch wie vorgesehen in der Parkanlage neben der Aklepios Fachklinik verbleiben, da die Ausweichfläche im angrenzenden Gelände der Jugendanstalt angeblich bautechnisch nicht geeignet sei.
Das Thema Linienbusverkehr auf dem Leineberg wollte man um 20:30 Uhr, nach Rücksprache mit den Forumsbesuchern, nicht mehr zur Sprache bringen und wurde deshalb vertagt. Abschließend überreichte Elke Sudau OB Meyer noch einen Forderungskatalog der Bürgerinitiative Leineberg. Und nach Verabschiedung vernahm man murmelnd aus seinem Munde , so etwas wie: "Der Leineberg ist doch ganz schön anstrengend."

Handzettel und Informationen aus erster Hand gab es beim Bürgerforum von Elke Sudau von der Bürgerinitiative LEINEBERG.
Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Meyer freut sich vorab und ist guter Dinge.
Am Rande und hinter der Kulisse wird der Verlauf des Bürgerforums mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgt.
Onyeka Oshionwu findet die Argumente für das GVZ III einfach unglaubwürdig. Sie sprach sich für die Natur, den Erholungswert in den Kleingärten und den Erhalt der Lebensqualität auf dem Leineberg aus. Ihr Redebeitrag wurde von den Leinebergern mit großem Applaus belohnt.