Im gut besuchten Leineberger Forum des Stadtteilbüros Leineberg referierte Dr. Dirk Hesse zum Ersatzneubau der forensischen Psychiatrie auf dem Leineberg. Er erläuterte das Anliegen des therapeutischen Maßregelvollzugs, das sich auch im funktionellen und architektonischen Konzept des Neubaus wiederfinden soll. Seit 30 Jahren stände dieses Vorhaben schon zur Diskussion und mit Baubeginn in 2012 könnte das Haus bis 2015 fertiggestellt werden. In der anschließenden Diskussion verdeutlichten die LeinebergerInnen, dass es ihnen nicht um den Therapieansatz gehe, sondern darum, dass der Stadtteil durch den Neubau weiter abgewertet werde. Insbesondere ginge es ihnen um den Erhalt der schönen Parklandschaft, die von den Leinebergern und den Patienten von Asklepios zur Naherholung genutzt werde. Den Vorschlag, den Neubau der Psychiatrie doch im angrenzenden Gelände der Jugendanstalt zu errichten, griff Frau Dr. Schlapeit-Beck mit dem Hinweis auf, sie "werde das mit auf den Weg nehmen, könne aber nichts versprechen"; diese Bereitschaft wurde von den TeilnehmerInnen mit großem Applaus honoriert. Diskutiert wurden natürlich auch die Sicherheitsaspekte des Hauses, der Außenanlagen und des therapeutischen Vollzugs; eine Teilnehmerin verwies dabei auf mangelnde Sicherheitsvorkehrungen/-maßnahmen in Moringen und Hameln, die aber mittlerweile behoben seien. Insgesamt ein gelungenes Forum mit beherzten aber sachlichen Redebeiträgen von Seiten der TeilnehmerInnen, ein wenig akademisch doch informativ seitens des Veranstalters.